Die Stürme Wiebke und Vivian haben hier 1990/1991 mehrere Hektar Wald dem Erdboden gleich gemacht. Ganz bewusst haben wir damals auf eine Wiederaufforstung verzichtet, um zu beobachten, wie sich der Wald das zerstörte Gebiet zurückerobert Hier könnt Ihr sehr schön sehen, wie der Wald, und zwar eine Ur-Form des Waldes, der Pionierwald, sich diese Fläche erarbeitet. Ohne menschlichen Einfluss hat wiederum die Birke, als Pionier-Baumart, als Erstbezieher, wenn man so will, sich diesen Standort zurückgeholt. Mit der Zeit zeigte sich, dass hier mittelfristig wieder ein neuer Laubwald entsteht. Im Laufe der nächsten Jahre und Jahrzehnte wird sich aus dieser Dickung ein Stangenholz und ein etwas älteres Baumholz entwickeln. Erst in Folge der ersten Zerfallsphase der Birke werden sich hier auch andere Baumarten, z. b. durch Vögel aber und durch gezielte Bepflanzung entwickeln können , so dass die beherrschende Birke verschwindet und anderen Laubbäumen Platz macht, damit die Vielfalt der Vegetation wider hergestellt wird.
Pinus-Westris
Hier seht ihr eine junge Pinus-Westris, eine gemeine Waldkiefer. Man sieht sehr deutlich, dass nach einer kurzen Bodenverwundung die Kiefer sofort Raum findet zur natürlichen Verjüngung, d. h. ist die Oberkrume etwas verletzt, angerissen, durch Wühl- oder maschinelle Tätigkeit oder dergleichen, findet die Kiefer sofort ihr Saatbeet und verjüngt sich sehr schnell ohne Probleme. Die Kiefer muss daher nicht einzeln geschützt werden. Sie entwickelt sich aus eigener Kraft hin zu einem Kiefernwald. Schaut Ihr bei uns in die Kiefernwälder, werdet Ihr Bäume sehen, die geschlagen und liegenlassen wurden. Das sieht sehr unordentlich aus, als ob wir nicht aufgeräumt haben. Es ist Absicht, mit einer Maßnahmen haben wir den starken Bäumen Licht verschafft, das liegen gelassene Holz bietet den Tieren Schutz und verhindert, dass vom Weg abgewichen wird, weil an diesen Stellen kein Durchkommen ist. Mit der Zeit schafft das geschlagene, sich zersetzende, Holz einen guten Nährboden für neuen gesunden Pflanzenbewuchs.
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| Waldteppich
Hier seht Ihr besonders schön, wie schon in diesen mittelalten Beständen sowohl die Kiefer als auch die Birke viel Licht auf den Boden lassen. Kiefer und Birke sind sehr bodenfreundliche Baumarten, mit denen eine sehr hohe Bio-Diversität erreicht wird. Das bedeutet, sehr früh, schon in einem jungen Baumbestand und erst recht im Altersklassenwald, ist eine sehr krautreiche Flora möglich. Der Boden lebt. Das zeigt dieser grüne Waldteppich.
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Heidekraut
An mageren Standort, mit einem leichten Oberbodenbezug, kann unter gewissen Voraussetzungen, wie in diesem Fall, die Heide ihren alten Standort wieder erobern. Die Heide benötigt frei Flächen – keine großen, es reichen schon ganz kleine Flächen von wenigen Quadratmetern – um wieder auf den Standort der Üfter Mark zurückzukommen. Samen von der Caluna rosaris überleben mehrere Jahrzehnte, auch bis zu mehreren Jahrhunderten, und können dann, wenn die standörtlichen Verhältnisse es zulassen, wieder aussamen und neu entstehen und damit das Waldbild bunter gestalten, wie hier gerade Anfang September in voller Blütenpracht zu sehen ist.
Übersichtskarte "Ameisenpfad" | |