drucken  

Zurück zu unserer Ruhebank am „Dicken Stein“. Jetzt geht es geradeaus weiter in Richtung Nottkampweg. Ihr könnt auf diesem Weg  an einigen Stellen  die Verfallphasen einzelner Bäume, bis hin zum Todholz, betrachten, die im unmittelbaren Nähe am Wegesrand stehen.

 






Der Specht

Auf dem linken Bild könnt Ihr bei diesem abgestorbenen Baum  deutlich sehen, dass gerade dieses Holz von verschiedenen Spechtarten aufgesucht wird. Hier deutlich zu erkennen, die Spechthöhle und die einzelnen Spechtabschläge im Stammbereich der zerfallenen Birke. Daneben ebenfalls Spechtabschläge mit kreisrunden Einschlaglöchern an einer anderen Stelle ganz in der Nähe.

 



Wildschweine

Am Stammfuß dieser rauhborkigen Birke könnt Ihr sehr gut zu erkennen, dass der Baumstamm  im vergangenen Winter vom Schwarzwild aufgesucht wurde. Das Schwarzwild durchwühlt den Boden rund um den Stamm, in der Regel in einem Radius von gut 1 Meter, auf der Suche  nach Ungeziefer, Puppen, aber auch nach Mäusen und Mäusenestern. In kleinen Höhlen zwischen den Wurzeln haben die Mäuse Ihre Nester angelegt und ihre Wintervorräte eingelagert, die natürlich auch dem Schwarzwild schmecken.


 

Holzabfuhrschneisen

Häufig seht Ihr in der Üfter Mark an Bestandgrenzen, dass heißt, ein Waldteil schließt an ein anderes an, so genannte Holzabfuhrschneisen. Das sind keine offiziellen Wege die, wie vorhin auf dem Schild beschrieben, für den Wanderer erlaubt sind. Um den Besuchern der Üfter Mark das deutlich zu machen, haben wir an einigen Stellen Bäume so gefällt, dass sie wie Schranken diese vermeintlichen Wege versperren. So ist für jeden deutlich sichtbar, dass diese Holzabfuhrschneisen  nicht zum begehbaren Wegenetz der Üfter Mark gehören.







Die Distel

Schaut Euch das Bild einmal genau an. Diese Distel am Wegesrand verrät Euch, dass sie abgefressen, wir sprechen von beäst, wurde und zwar durch das hier tagaktive Rotwild. Das Rotwild frisst gerne die Köpfe aus diesen Pflanzen heraus. Den dann offen gelegten Pflanzenstiel nutzen verschiedene Insektenarten, um in diese offenen Stängel hinein, ihre Eier zu legen, eine echte Symbiose. Diese Insektenarten können nicht leben, nicht existieren wenn nicht das Rotwild die Disteln beäsen würde und dabei offene Pflanzenstängel zurücklässt, die für diese Insekten lebensnotwendig sind. Daneben zum Vergleich eine Distel, die nicht beäst wurde. Dabei sind wir über einen Kaninchenbau gestolpert. Er ist nicht mehr bewohnt, erkennbar daran, dass er fast zugewachsen ist.

Übersichtskarte "Ameisenpfad"