| Die verlassene Ameisenburg
Hier seht ihr einen so genannten Streuhaufen (ungefähr fußballgroß). Hier haben Ameisen begonnen eine Ameisenburg zu bauen und dann diesen Standort verlassen. Ihr seht das daran, dass keine unmittelbaren Aktivitäten durch Ameisen zu erkennen sind und dass der Streuhaufen schon wieder grün einwächst. Ein lebender Ameisen-Staat würde nicht von anderen krautigen Pflanzen, in diesem Fall die Brombeere, überwuchert. Übrigens, denkt an das Schild zu Beginn, die Brombeeren dürft ihr nicht pflücken, sie sind Nahrung für unsere Tier und gerade in dieser Höhe besonders gefährlich als Überträger des Fuchsbandwurms.
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Eine Burg wird begonnen
Hier seht Ihr mich, wie ich auf eine Ameisenburg im Anfangsstadium zeige. In diesem Waldteil finden die Ameisen ein hohes Nahrungsangebot. Bei uns ist die kleine rote Waldameise zu Hause. Ihr könnt ihre gigantische Leistung als Architekten und Baumeister auf den nächsten Bildern noch besser erkennen.
Burgenbau
Hier seht Ihr eine Ameisenburg, die ca. zwei Jahre alt ist, vor zwei Jahren war der Ameisenstaat so klein wie auf dem vorigen Bild. Ihr werdet in der Tierwelt kaum ein vergleichbares Lebewesen finden, dass in der Lage ist derartig vielfältige, mit einander verzahnte, Arbeitsabläufe und Strukturen zu entwickeln. Im Ameisenstaat gibt es Soldatinnen mit besonders starken Beißwerkzeugen, es gibt Arbeiter und unter den Arbeitern viele „Berufe“: Baumeister, Körnersammler, Baustoffsammler u.s.w.. Es gibt sogar eine Tierhaltung mit Milchwirtschaft, Ameisen, die sich Blattläuse halten, um sie zu melken. Eine Beschäftigung mit der kleinen roten Waldameise lohnt immer. In noch einmal zwei Jahren werdet ihr den Baumstumpf nicht mehr sehen, dann ist er umschlossen von der Ameisenburg. Ameisen mögen Süßigkeiten, wen ihr ein kleines Stück Apfel an die Burg legt, werdet ihr sehen, wie schnell die Ameisen davon Besitz ergreifen. Bitte keine Schokolade oder Bonbons hinlegen und natürlich keine Abfälle liegen lassen.
Der Ameisenstaat
Hier habt Ihr die Ameisenburg n.e. aus einer anderen Perspektive
Grundsätzlich kann man sagen: Je größer der Ameisen-Staat, desto gesünder der Wald. Unser Ameisenstaat umfasst ein Gebiet von rund 22,5 m² mit einem Radius von 500 m. Die Ameisen haben sternförmig, von der Burg ausgehend, Straßen und Wege angelegt. Auf diesen Straßen ziehen Sie hinaus, u.a. um Schadinsekten zu vernichten, aufzunehmen und zum Ameisen-Staat zu schleppen. Aber auch die Ameisen selbst sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Vogel- und Tierarten, besonders für den Specht und seine Artverwandten. Ganz nebenbei sind unsere Ameisen Verbreiter von Samen, durch ihre Tätigkeit sorgen sie für eine natürliche Verjüngung des Waldes. Sie transportieren Baumsamen von einem Standort zum anderen, arbeiten ihn in den Boden hinein, verlieren ihn auf dem Weg und an all diesen Stellen entstehen neue Bäume und Waldgesellschaften. Außerdem sind die Ameisen „freundliche“ Gastgeber für viele Tierarten z. B. für unsere Rothirsche und für unsere Rehböcke, die ihr Geweih in der Zeit des Fegens, wenn sich das Geweih erneuert hat, in den Ameisen-Staat hineinhalten. Die Ameisen ziehen dann die Nährstoffe, vor allem das Blut, aus den Bastbahnen heraus, die das neue Geweih umgeben und verschaffen dem Rot- und Rehwild wohltuende Erleichterung und einen Milderung des Juckreizes in dieser kurzen, nur wenige Tage dauernden Phase. Ihr steckt aber bitte keine Stöcke in die Burg und zerstört sie auch sonst nicht mutwillig, das wäre so, als wenn bei Euch zu Hause einer mal eben die Fenster einwirft.


Der Stammsitz
Hier seht ihr die dritte, die größte Burg des Ameisenstaates. Eine Ameisenburg dieser Größe wird von ca. 1.000.000 Ameisen bewohnt, die insgesamt etwa sieben Kilo wiegen. Schaut Euch das Bild genau an, dann seht ihr jetzt n.e. alle drei Burgen auf einen Blick, die “Neugründung“, auf die ich anfangs zeigte, den Mittelbau und die große Burg, von der aus alles einmal begann.
Großaufnahme
Hier seht ihr die Aktivitäten der Ameisen einmal in einer Großaufnahme. Man kann davon ausgehen, dass Ameisen ein Mehrfaches ihres eigenen Körpergewichtes transportieren und das über längere Strecken, Holzsplitter, Nadeln, sonstige Bestandteile, die für den Bau der Burg ständig gebraucht werden.
Übersichtskarte "Ameisenpfad"
