
Märchenwald
Kurz vor dem Körber Weg ein Blick in südliche Richtung. Die Perspektive zeigt einen lockeren bis lichten Laub-Nadelholz-Mischwald, bestehend aus einigen Kiefern und vor allem Birken mit einigen Eichen im Unterstand. Dieser Waldbestand wird von uns zu einem reinen Laubwald weiterentwickelt. Über Jahre hinweg entfernen wir, Schritt für Schritt, das Nadelholz und schaffen Raum für Birke und Eiche. Forstwirtschaftlich ist dieser Bestand von geringer Bedeutung, aber umso höher ist sein landschafts-
ästhetischer und landschaftspflegerischer Wert. Dieser entstehende Laubwald schafft eine wunderbare Vielfalt, wie Ihr jetzt schon erkennen könnt, viel Licht fällt in den Bestand hinein, dadurch entsteht dauerhaft eine Bodenvegetation aus verschiedenen Gräsern und krautigen Gesellschaften. Diese Bodenvegetation ist natürlich wiederum die Grundlage für viele Tierarten, die diesen lichten und offenen Wald benötigen. Wenn ich mit Kindergärten unterwegs bin, ist dieser Wald oft der „Märchenwald“ mit seinen Moosbänken und dem immer wechselnden Spiel von Licht und Schatten.

Bodenbeschaffenheit
Unter der sehr dünnen Vegetationsdecke, die ich hier in diesem seltenen Bestand einmal beispielhaft weg geschoben habe, zeigt sich, dass der sehr flach anstehende Oberboden überwiegend aus sandigen Formationen besteht. Diese nährstoffarme Bodenbeschaffenheit reicht gerade für den entstehenden Laubwald aus Birken und Eichen. Diese Bäume kommen mit diesem Boden zurecht, aber auch den Birken und Eichen wird dieser Boden kein großes Wachstum ermöglichen. Die Bäume werden eher klein und verwachsen bleiben, eben ein „Märchenwald“ und so erklärt sich auch sein geringer forstwirtschaftlicher Wert.

Der Körberweg
Der Ameisenweg mündet an dieser Stelle in den so genannten Körberweg. In Blickrichtung sehen wir zwei aneinandergrenzende Bestände. Rechts eine dunkle Kieferndickung, links der gerade beschriebene, lichte Baumbestand aus Birken und Eichen. Die Wege sind in der Üfter Mark ausschließlich unbefestigt, d.h. es findet bei uns im Wald kein regelrechter Wegebau statt, so dass keine Fremdmaterialien anzufinden sind. Ihr geht ausschließlich auf Sand- und Waldböden, die über die Jahre und Jahrzehnte hinweg durch Begehung und Befahrung befestigt wurden. Wenn ihr barfuss unterwegs seid, dann sind es bestenfalls die Kieferzapfen, die ein wenig die Fußsohle pieken.
Übersichtskarte "Ameisenpfad" | |
